Schmuck-ABC

Wissenswertes aus der Welt des Schmucks

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

A

Achat Quarzgruppe, bezeichnet einen gestreiften oder gebänderten Chalcedon; Mohshärte: 6,5-7; Farben: grün, braun, blau, schwarz, grau, durch Färben auch andere Farben; Fundorte: Brasilien, Uruguay, Australien und China, früher auch Idar- Oberstein (D); einige Handelsbezeichnungen lauten: Augenachat, Dendritenachat, Feuerachat, Moosachat, Sardstein. Die Achatverarbeitung geht in Idar-Oberstein bis ins 16. Jhdt. zurück; es wurden auch in Idar-Oberstein schon immer Achate gefunden, aber der große wirtschaftliche Durchbruch gelang den dort ansässigen Steinschleifern mit der Entdeckung von großen Vorkommen in Brasilien und deren Import. Auch heute werden in Idar-Oberstein vor allem hochwertige Achate zu Schalen, Ziergegenständen, Gemmen und Cabochons geschliffen. Schmuckstücke mit Achat>>

Achroit Turmalingruppe; bezeichnet einen farblosen Turmalin; sehr selten; Mohshärte: 7; der Name leitet sich vom griechischen „achroos" (farblos) ab.

Achtkantschliff runde Schliffform mit einer Tafel und je 8 Facetten im Ober- und Unterteil; vor allem für Diamanten gebräuchlich. Schmuckstücke mit Achtkantdiamanten>>

Ajourarbeit durchbrochen gearbeitete Fassungsart; dadurch soll möglichst viel Licht an den Stein gelangen, um diesen zum Strahlen zu bringen.

Alabaster Gipsstein; Mohshärte: 2; relativ weich; daher nur bedingt für Schmuckzwecke geeignet, hauptsächliche Verwendung für kunstgewerbliche Gegenstände.

Alexandrit zählt zu den Chrysoberyllen; benannt nach Zar Alexander II; Mohshärte: 8,5; das Besondere an diesem Stein ist sein Farbwechsel: bei Tageslicht grün, wird er im Kunstlicht rot; Fundstätten: Sri Lanka, Brasilien, Simbabwe, Indien und Madagaskar.

Almandin Granat-Varietät; Eisen-Aluminium Silicat; Mohshärte: 7,5; Farbe: dunkelrot, rotviolett, bräunlichrot.

Alliancering „Vereinigungsring"; Herren- oder Damenring mit 3 Steinen in Krappen- oder Englisch verwischter Fassung; meist werden Brillanten in Kombination mit Farbsteinen verarbeitet.

Altschliffbrillant im 19. Jhdt. verwendete, runde Schliffform für Diamanten mit bereits 57, meist jedoch 58 Facetten (inklusive Tafel und einer angeschliffenen Spitze, der Kalette); in den Proportionen relativ hoch geschliffen, wurde im 20. Jhdt. durch den sogenannten „Feinschliff der Praxis" abgelöst. Schmuckstücke mit Altschliffbrillanten>>

Amazonit Feldspatgruppe; Kalium Aluminium Silicat; Mohshärte: 6-6,5; Farbe: grün, bläulichgrün; häufig vorkommender Schmuckstein, vor allem in Brasilien, Indien, Kenia und Madagaskar; als Monatsstein ist der Amazonit dem Tierkreiszeichen Wassermann zugeordnet; er soll am Körper getragen seinem Träger mehr Lebensfreude verleihen. Schmuckstücke mit Amazonit>>

Amethyst Quarzgruppe; Mohshärte: 7; Farbe violett; durch Erhitzen kann der Amethyst seine Farbe zu Gelb oder Braun verändern und wird dann als Citrin bezeichnet; besteht aus Siliciumdioxid; der Name stammt aus dem Griechischen und bedeutet „nicht betrunken", er wurde im Altertum als Amulett gegen Trunksucht getragen, außerdem soll er eine beruhigende Wirkung auf Herz und Nerven haben. Er kann die Konzentrationsfähigkeit verbessern und helfen, Stress abzubauen. Schmuckstücke mit Amethyst>>

Andalusit Aluminiumsilicat; Mohshärte: 7,5; Farbe: gelbgrün, grün, bräunlichrot.

Ankerkette Bezeichnung für eine ungeschliffene Carreekette; die Kettenglieder greifen abwechselnd quer und längs ineinander. Ankerketten>>

Apatit Mohshärte: 5; kommt in rosa, gelb, grün, violett und vor allem in blau vor; spröder und druckempfindlicher Stein, der mit Sorgfalt behandelt werden sollte.

Aquamarin Beryllgruppe; Name leitet sich vom lateinischen „Wasser des Meeres" ab; Aluminium-Beryllium-Silicat; Mohshärte: 7,5-8; Farbe: blassblau, dunkelblau und blaugrün; die bedeutendsten Lagerstätten sind in Brasilien, des Weiteren in Australien, China und Indien; Farbverbesserung durch Erhitzen von hellen Steinen ist möglich, sie erhalten dadurch einen schönen tiefen Blauton. Schmuckstücke mit Aquamarin>>

Asterismus Sterneffekt; an der Oberseite von mugelig (Cabochon) geschliffenen Steinen sichtbarer, meist sechstrahliger Stern; Entstehung durch Reflexion des Lichts an eingeschlossenen Fasern, Nadeln oder Hohlkanälen.

Aventurin Quarzgruppe; Siliciumdioxid; Mohshärte: 7; Farbe: grün, rotbraun, goldbraun; der Name geht auf einen Zufall (italienisch „a ventura") zurück, bei dem Anfang des 18. Jahrhunderts eine Glassorte entdeckt wurde, die dem natürlichen Stein in der Farbe stark ähnelte.

Azurit der Name bezieht sich auf die blaue Farbe; Mohshärte: 3,5-4; aufgrund der niedrigen Härte hauptsächlich Verwendung für kunstgewerbliche Gegenstände.

B

Baguetteschliff französisch „Stab" oder „Stäbchen", der Schliff wurde im Paris der 1920er Jahre entwickelt, exaktes Rechteck mit 90°-Winkeln, wobei die Längsseite meist 2-3x länger als die Breitseite ist; die Facetten werden parallel zur Außenkante geschliffen.

Bajonetteverschluss Verschlussteil für Colliers; bei zwei ineinander passenden Rohren rastet ein aufgelöteter Stift mittels Drehbewegung in einen Einschnitt ein.

Barockperle unregelmäßig geformte Perle.

Bergkristall Quarz-Gruppe; Name „Kristall" von Griechisch „Eis"; Mohshärte: 7; farblos; dem Bergkristall wird eine entstrahlende Wirkung von Erd- und Wasserstrahlen nachgesagt, außerdem soll er Energieblockaden lösen.

Bernstein ist ein fossiles, erhärtetes Harz der Kiefer, entstanden vor ca. 50 Mio. Jahren; er kommt hauptsächlich in braun und gelb vor, aber auch grünliche und schwarze Farbtöne sind möglich; Bernstein ist empfindlich gegenüber Säuren, Laugen und Alkohol. Schmuckstücke mit Bernstein>>

Beryll die wichtigsten Vertreter der Beryllgruppe sind der grüne Smaragd und der blaue Aquamarin. Des Weiteren gibt es noch den gelben Goldberyll, den farblosen Goshenit, den hellgrünen Heliodor und den rosafarbenen Morganit, sie werden alle zu den Edelberyllen gezählt. Auch der Chrysoberyll zählt zu den Beryllen, er kommt in den Farben goldgelb, grüngelb, grün, braun und rot vor. Eine Besonderheit unter den Chrysoberyllen ist der Alexandrit.

Bicolor bezeichnet zweifärbigen Schmuck; meist werden bei gelbgoldenen Schmuckstücken weiße Akzente durch Rhodinierung gesetzt. Bicolor Schmuck>>

Bowenit apfelgrüne Serpentin-Varietät; meist ist dieser mit hellen Flecken durchsetzt.

Brillant auch Brillant-Vollschliff; Bezeichnung für die bei Diamanten am häufigsten verwendete Schliffform; zeichnet sich durch eine kreisrunde Form und 56 Facetten (bei angeschliffener Kalette 57 Facetten) exklusiv Tafel aus. Die Bezeichnung „Brillant" ist nur für Diamanten in diesem Schliff zulässig, andere Steine in dieser Schliffart müssen mit dem Zusatz des Steines bezeichnet werden, etwa „Rubin im Brillantschliff" etc... Schmuckstücke mit Brillanten>>

Bronzit Magnesium-Eisen-Verbindung; braunschwarz, goldbraun, aber auch farblos, graue, gelbe und grüne Farbtöne möglich; Mohshärte: 5-6; aus esoterischer Sicht soll der Bronzit die Konzentration verbessern.

C

Cabochon Bezeichnung für eine Schliffform, charakteristisch ist ein mugelig geschliffener Oberteil ohne Facetten, der Unterkörper fehlt.

Calcit Kalkspat; relativ weicher Schmuckstein mit Mohshärte 3; kommt in vielen interessanten Farben vor, so z.B. der Orangencalcit (orange), blauer und grüner Calcit sowie Mangancalcit (rosa).

Carat Gewichtseinheit für Edelsteine; ein Carat entspricht 0,2 Gramm; der Name geht wahrscheinlich auf ein Samenkorn (gr. „keration") des Johannisbrotbaums zurück, dessen Samen ziemlich genau das gleiche Gewicht hat; das Carat ist eines der vier wertbestimmenden Faktoren bei Diamanten. Diamant Qualitätstabelle>>

Chateleine franz.: „Schlossfrau", kurze Kette, an der meist Uhren und Schlüssel, aber auch Petschaften und Riechfläschchen getragen wurden.

Chalcedon Mohshärte: 7; gehört zur Quarzgruppe; zu den Chalcedonen zählt man sowohl den eigentlichen Chalcedon (bläulich-weißgrau) als auch Varietäten in verschiedenen Farben wie z.B. Achat, Baumstein, Chrysopras, Holzstein, Heliodor, Karneol, Moosachat und Onyx. Der Chalcedon gilt als Monatsstein für das Tierkreiszeichen Schütze.

Chrysoberyll Beryllium-Aluminat; Mohshärte: 8,5; kommt in Goldgelb, Grüngelb, Grün, Bräunlich und Rot vor. Zu dieser Gruppe zählen der Alexandrit sowie das sehr begehrte Chrysoberyllkatzenauge.

Chrysoberyllkatzenauge Beryllium-Aluminat; Mohshärte: 8,5; Farbe: grüngelb, graugelb und goldgelb mit einem weißlichen Lichtschimmer (Chatoyance); dieser Effekt, der an die schlitzartige Pupille einer Katze erinnert, entsteht durch parallel angeordnete Hohlkanäle; Fundorte sind vor allem Sri Lanka und Brasilien sowie China und Indien.

Chrysokoll wasserhaltiges Kupfer-Silicat; Mohshärte: 2-4; Farben: blau und grün; die Ägypter verehrten den Chrysokoll als weisen Stein, weil er bei seinem Träger eine harmonisierende Wirkung von Geist und Körper herzustellen vermochte; Fundorte sind Chile, Israel, Mexiko und Peru.

Chrysopras Quarzgruppe; besteht aus Siliciumdioxid; Mohshärte: 6,5-7; seine strahlend grün-apfelgrüne Farbe erhält der Chrysopras durch geringe Beimengungen von Nickel. Als Monatsstein wird der Chrysopras dem Sternzeichen Krebs zugeordnet; die intensive Farbe kann durch direkte Sonnenbestrahlung und Hitzeeinwirkung verblassen.

Citrin Quarzgruppe; Siliciumdioxid; Mohshärte: 7; Citrin ist nach seiner Farbe benannt, die von Hellgelb über Dunkelgelb bis zu Goldbraun reichen kann und durch Beimengungen von Mangan und Titan verursacht wird; natürliche Citrine sind selten, meistens handelt es sich um gebrannte Amethyste. Schmuckstücke mit Citrin>>

Clarity (Reinheit) einer der vier wertbestimmenden Faktoren bei Diamanten; Einteilung in verschiedene Reinheitsgrade, die von „Internally flawless" (Lupenrein; Abkürzung LR, LC oder IF) über „Very, very small inclusions" (VVS, sehr, sehr kleine Einschlüsse), „Very small inclusions" (VS, sehr kleine Einschlüsse), „Small inclusions" (Si, kleine Einschlüsse) bis in den Piqué-Bereich (P1, P2 und P3, deutliche, größere bis große Einschlüsse) reichen. Diamant Qualitätstabelle>>

Cocktailring auffallender Ring, der mit großen Edel- oder Schmucksteinen besetzt ist.

Colour (Farbe) einer der vier wertbestimmenden Faktoren bei Diamanten; Einteilung anhand einer Skala, die von D und E (hochfeines Weiß) über F und G (feines Weiß), H (Weiß), I und J (leicht getöntes Weiß), K und L (getöntes Weiß) bis zu Z (gelblich getönter Bereich) geht, die früher gebräuchlichen Bezeichnungen wie z.B. River, Top Wesselton, Wesselton, Top Crystal, Crystal und Cape sollten heute nicht mehr verwendet werden; am häufigsten kommen in der Natur gelbliche Töne vor, weiße Steine sind weitaus seltener und entsprechend teuer in der Beschaffung. Diamant Qualitätstabelle>>

Conch Perle hierbei handelt es sich um eine natürlich entstandene, sehr seltene Perle einer Meerwasserschnecke; die Züchtung ist bislang nicht möglich. Die Schnecke ist in den warmen Gewässern um Florida, Haiti und den Bahamas beheimatet; die Farben reichen von Zartrosa bis zu intensivem Pink; meist sind die Perlen oval, tropfenförmig oder barock. Die Conch Perle stellte besonders in der Zeit des Jugendstils eine beliebte Schmuckkomponente dar und erlebt momentan ihre Renaissance in der modernen Schmuckgestaltung.

Cordierit Magnesium-Aluminium-Silikat; veraltete Bezeichnung: Dichroit, Iolith, Wassersaphir; Aluminium-Silicat; Mohshärte: 7-7,5; Farben: blau und violett; die wichtigsten Lagerstätten finden sich in Indien, Madagaskar und Myanmar; die veraltete Bezeichnung „Wassersaphir" lässt darauf schließen, dass er lange Zeit fälschlich zu den Saphiren gezählt wurde, erst im Mittelalter erkannte man seine Eigenständigkeit als Schmuckstein.

Cut (Schliff) einer der vier wertbestimmenden Faktoren bei Brillanten; hier werden Kriterien wie die Proportionen des geschliffenen Steines, die Gleichmäßigkeit der Facetten sowie die Genauigkeit der Politur herangezogen. Diamant Qualitätstabelle>>

D

Demantoid ein Stein der Granat-Gruppe; Calcium Eisen Silicat; Mohshärte: 7; Farbe: gelbgrün; deutlich ausgeprägter Diamantglanz; wertvollster Stein unter den Granaten; wurde erst in der zweiten Hälfte des 20. Jhdts. entdeckt; die schönsten Qualitäten werden in Russland abgebaut. Demantoid sollte nicht in den Ultraschall gegeben werden, besser ist die Reinigung mit heißem Wasser, Seife und einer weichen Bürste.

Dentritenachat auch Baumstein; Quarzgruppe; Siliciumdioxid; farbloser oder milchig grauer Chalcedon mit baum-, strauch- oder farnartigen Einschlüssen; Fundorte sind Brasilien und Indien.

Dentritenopal wird zu den sog. gemeinen Opalen gezählt, milchig weiße Farbe mit Einlagerungen in Baum-, Strauch- oder Farnform.

Diamant besteht aus kristallisiertem Kohlenstoff; Mohshärte: 10; härtestes natürlich vorkommendes Mineral, besitzt jedoch eine vollkommene Spaltbarkeit; kommt in den Farben Gelb, Braun, Grün, Blau, Rötlich, Schwarz und farblos vor; Hauptlagerstätten sind Australien, Ghana, Südafrika, Namibia, Russland und China; farblose und vollkommen einschlussfreie Diamanten sind äußerst selten, die meisten Steine weisen einen leichten Farbstich und mehr oder weniger deutliche Einschlüsse auf; die Qualitätsbewertung erfolgt nach den 4-C-Kriterien: Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Carat (Gewicht). Schmuckstücke mit Diamanten>>

Diopsid Calcium-Magnesium-Silicat; kommt in Grün, Gelb und farblos vor; leuchtend grüne Diopside mit Chrom als farbgebender Substanz werden als Chromdiopside bezeichnet; Mohshärte: 5-6; Fundstätten: Finnland, Indien, Sri Lanka, Österreich und Südafrika.

Dolomit bestehend aus Calcium-Magnesium-Karbonat, Mohshärte: 3,5-4; aufgrund seiner Weichheit nur bedingt als Schmuckstein verwendbar.

Doublé oder Dublee; Bezeichnung für ein Verfahren, bei dem ein (unedles) Metall mit einem legierten Edelmetall unterschiedlicher Stärke durch Aufschweißen und/oder Aufpressen fest miteinander verbunden wird. Im Gegensatz zu Plaqué: hier wird das Edelmetall auf galvanischem Weg auf das Trägermetall aufgebracht.

Dravit braune Turmalinvarietät, benannt nach einem Fundort im ehemaligen Kärnten, dem „Dravegebiet", im heutigen Slowenien.

Druse Bezeichnung für einen Hohlraum im Gestein (Geode) die sich durch das Einsickern von mineralhaltigem Wasser mit Kristallansammlungen gefüllt hat.

Doublette Bezeichnung für einen aus zwei Teilen zusammengesetzten Stein. Dieser kann entweder ganz oder teilweise aus echten oder synthetischen Komponenten bestehen. Dieses Verfahren wird häufig bei Opalen angewendet: eine dünne Schicht aus Edelopal wird mit Onyx oder gemeinem Opal unterlegt.

Dumortierit besteht aus Aluminium-Borsilicat, vorkommend in den Farben Tiefblau, Violettblau, Rotbraun und farblos; Mohshärte: 7-8,5; Fundorte: USA, Brasilien, Frankreich und Indien; als Heilstein getragen, soll der Dumortierit zu besserer Konzentrationsfähigkeit verhelfen sowie beruhigend und ausgleichend wirken.

E

Edelkoralle (Corallium rubrum) organische Substanz aus Calciumcarbonat; Mohshärte: 3-4; Unterteilung in Mittelmeer- und Fernostkoralle; Farben: weiß, weiß-rosa („angelskin"), rosa, lachs, orange, rot, und dunkelrot; Koralle ist aufgrund ihrer chem. Zusammensetzung empfindlich gegenüber Säuren und Laugen (dazu zählt auch Lebensmittelessig), Kosmetika, Haarspray sowie Fette und Öle.

Edelmetall dazu zählt man Gold, Silber, Platin sowie die Platinnebenmetalle (Rhodium, Ruthenium, Palladium, Osmium und Iridium) sowie deren Legierungen; sie zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Luftsauerstoff und den meisten Säuren aus.

Edelopal Varietät aus der Opal-Gruppe, neben den orangeroten Feueropalen und den gemeinen Opalen zeichnet sich der Edelopal durch sein schillerndes Farbspiel, das „Opalisieren", aus; Mohshärte: 5,5-6,5; chem. setzt sich der Opal aus Siliciumdioxid mit unterschiedlich hohem Wasseranteil zusammen, mit der Zeit kann sich dieser verringern, was Sprünge und eine Minderung der Opaleszenz mit sich bringen kann; daher sollte Opal nicht in der Nähe von Wärmequellen, sondern möglichst in feuchte Watte eingebettet gelagert werden.

Elfenbein als Elfenbein werden die Stoßzähne von Elefant, Mammut, Nilpferd, Walross, Narwal, Pottwal und Wildschwein bezeichnet. Der Handel mit Elefantenelfenbein ist seit den 1990er in den EU-Staaten aufgrund des Washingtoner Artenschutzabkommens verboten. Ausgenommen davon ist das fossile Elfenbein des Mammuts. Elfenbein kann sehr gut gesägt, gefräst, gedrechselt und poliert werden. Wie alle organischen Substanzen sollte es nicht mit Säuren, Laugen und anderen Chemikalien in Kontakt gebracht werden.

Email Schmelzgemisch, das u.a. aus Kieselsäure, Borsäure und Bleioxid besteht, wobei verschiedene Metalloxide als farbgebende Substanzen zugefügt werden. Man unterscheidet Fensteremail (email à jour), Zellenemail (email cloisonné), Grubenemail (email champlevé) und Grubenrelief (email en basse taille). Schmuckstücke mit Email>>

Epidot Calcium-Aluminium-Eisen-Silicat; Mohshärte: 6-7; Farbe: grün, schwarzbraun; Fundorte sind Brasilien, Kenia, Norwegen und Österreich; dieser Stein weist eine erhöhte Bruchgefahr aufgrund seiner vollkommenen Spaltbarkeit auf und sollte auch nicht im Ultraschall gereinigt werden.

Erbskette Fassonkette, bei der sich jeweils ein liegendes und ein stehendes Kettenglied aus halbrundem Draht abwechselt. Erbsketten>>

Euklas Beryllium-Aluminium-Silicat; Mohshärte: 7,5; Farbe: farblos, grün, blau; selten vorkommender Schmuckstein, der aber schwierig zu schleifen und zu verarbeiten ist.

F

Fabulit künstlich hergestellter Diamantimitationsstein, der besonders in den 1960er Jahren sehr beliebt war.

Facettenschliff von franz. „facette" für "kleine Rautenfläche". Als Facettenschliff wird eine Vielzahl an kleinen, polierten Flächen an der Oberfläche eines Steines bezeichnet. Geschliffene Steine weisen einen weitaus höheren Glanz als ungeschliffene auf, da viel mehr Licht reflektiert wird. Die Entwicklung der Schliffformen begann bereits im 15. Jhdt. und wurde mit der Zeit immer weiter verfeinert. Heute sind vor allem Brillant-, Treppen-, Scheren-, Smaragd- und Ovalschliff gebräuchlich. Auch der sogenannte gemischte Schliff (eine Kombination von unterschiedlichen Schliffen im Ober- und Unterteil) wird manchmal verwendet.

Falkenauge korrekte Bezeichnung lautet Quarz-Falkenauge; gehört zu den stengeligen Quarzen; Mohshärte: 6,5-7; Farbe blaugrau; durch Einlagerung von Hornblende entsteht ein feiner Lichtstreifen auf der Oberfläche, die „Chatoyance".

Feldspat Mineralien-Gruppe; Mohshärte: 6-6,5; zu den Feldspaten werden folgende Varietäten gezählt: Amazonit, Mondstein, Orthoklas, Labradorit und Sonnenstein.

Feueropal Opal-Gruppe; Farbe: leuchtend orange; zeigt meist kein Opalisieren; empfindlicher Stein, sollte vor Chemikalien, Hitzeeinwirkung und starker Beanspruchung ferngehalten werden; aus alten indianischen Überlieferungen geht hervor, dass der Feueropal bei Kreislauferkrankungen eingesetzt wurde. Auch auf das Herz soll er stärkend wirken und zu mehr Vitalität verhelfen.

Figaro-Panzerkette siehe auch Panzerkette; Kettenform mit flach liegenden Kettengliedern; bei der Figarokette wechseln kleinere Glieder mit langen Zwischengliedern ab, wodurch ein ansprechendes Muster entsteht.

Flachpanzerkette recht massiv wirkende Kettenform mit liegenden, ineinander greifenden Gliedern, die seitlich abgeflacht sind.

Flussperlen entstehen in Süßwassermuscheln, deren Lebensraum Bäche und Flüsse sind; zumeist schwacher Lüster; zu Beginn des 20. Jhdts. gab es auch in Bayern und Österreich bedeutende Flussperlenvorkommen; mit zunehmender Regulierung der Flussläufe verschwanden diese zusehends.

Fluorit Flussspat; Mohshärte: 4; Farbe: farblos, violett, rosa, gelb und grün, oft auch grün/violett gebändert; Fundorte: Bayern, Argentinien, England, Frankreich, Indien, Namibia und Österreich ; der Fluorit wird dem Tierkreiszeichen Fische zugeordnet; er soll Konzentration und geistige Aufnahmefähigkeit verbessern.

Fuchskopfpunze in der österreichisch- ungarischen Monarchie verwendete Punze in der Form eines Fuchskopfes für kleine (Schmuck-) Gegenstände aus Gold mit einem Feingehalt von 580/000. Von 1867-1872 enthielt die Punze kein Kontrollamtszeichen, von 1872-1922 war dieses enthalten.

G

Gagat auch „Jet" oder „Jett"; polierfähige Kohle; Farbe: mattschwarz bis glänzend schwarz; Verwendung hauptsächlich in Trauerschmuck um 1900; bei den Indianern heute noch als Schutzstein verehrt.

Garibaldikette benannt nach dem Italiener Giuseppe Garibaldi; eingedrehte Kettenglieder werden ineinander gehängt und sind tlw. mit einem Kügelchen versehen.

Gemme Bezeichnung für vertieft geschnittene oder gravierte Steine; meist bestehen sie aus einem zweischichtigen Chalcedon, dem sogenannten „Lagenstein"; erhaben geschnittene Steine werden als Kamee bezeichnet.

Geode im Entstehungsprozess von Edelsteinen gebildete Hohlräume, die entweder teilweise oder ganz mit Kristallen ausgekleidet sind; z.B. bei Bergkristall, Amethyst, Rauchquarz oder Calcit.

Gold einziges Edelmetall mit goldgelber Farbe; Vorkommen vor allem in Südafrika, Australien, USA und Russland; relativ reaktionsträge; Haupteinsatzgebiete sind die Elektroindustrie, Medizin, Münzherstellung und Schmuckverarbeitung; im reinen Zustand ist Gold zu weich für die Schmuckherstellung, daher wird es häufig legiert, d.h. mit anderen Metallen wie z.B. Silber, Kupfer, Palladium oder Platin vermengt. Dadurch lässt sich sowohl die Härte positiv beeinflussen als auch die Farbe verändern. Rotgold enthält einen höheren Anteil an Kupfer; Palladium entzieht dem Gold die Farbe und es entsteht Weißgold. Gesetzliche Feingehalte dürfen dabei nicht unterschritten werden; in Österreich wird für die Schmuckherstellung hauptsächlich Gold 585 (14-karätiges Gold) und Gold 750 (18-karätiges Gold) verwendet. Goldschmuck>>

Goldfluss künstlich hergestelltes Glas; Farbe: rotbraun mit Flitter.

Goshenit Bezeichnung für einen farblosen Beryll; Name nach dem Fundort in Goshen in den USA; Mohshärte: 7,5 bis 8; weitere Fundorte sind Kanada und Brasilien.

Granat Bezeichnung für eine Gruppe von Schmucksteinen mit ähnlicher Kristallstruktur und ähnlicher chemischer Zusammensetzung; alle Farben außer Blau möglich; Varietäten sind z.B. Pyrop, Almandin, Spessartin, Grossular und Uwarowit. Schmuckstücke mit Granat>>

Grandel (oder Grandl) Eckzähne des Rotwildes; Verarbeitung dieser Jagdtrophäen vor allem in Trachtenschmuck.

Gravieren spannabhebende Technik; mithilfe eines stählernen Stichels werden Verzierungen (Schrift, Monogramm oder Muster) in unterschiedlicher Stärke und Tiefe aus der glatten Metalloberfläche abgehoben; eine spezielle Graviertechnik ist z.B. das Guillochieren, bei dem ein regelmäßiges, lineares Muster mittels Schablonen angebracht wird.

Grossular Schmuckstein aus der Granat-Gruppe; Calcium-Aluminium-Silicat; Mohshärte: 6,5-7,5; Farbe: farblos, grün, gelb, braun; zum Grossular zählen der Hessonit, der Leukogranat und der grüne Tsavolith (Tsavorit).

H

Hämatit auch Blutstein; Eisen-Oxid; Mohshärte: 5,5-6,5; Farbe: schwarzgrau, schwarz mit metallisch glänzender Oberfläche; bei Hausarbeiten sollte Schmuck aus Hämatit aufgrund seiner Empfindlichkeit gegen Säuren besser abgelegt werden; der Hämatit verhilft seinem Träger zu mehr Lebensfreude und verbessert den Schlaf.

Härte Widerstand, den ein Körper dem Eindringen eines anderen Körpers entgegensetzt; bei Mineralien wird die Ritz- oder Schleifhärte herangezogen, siehe auch Mohssche Härteskala.

Heliodor gelblich-grüner Stein der Beryll-Gruppe; Aluminium-Beryllium Silicat; Fundorte sind u.a. Namibia und Madagaskar; in der Antike wurde der Heliodor als Verjüngungsstein verehrt.

Heliotrop Stein aus der Quarz-Gruppe; Mohshärte: 7; Farbe: dunkelgrün mit roten Farbsprenkeln aus Eisenoxid; bedeutende Lagerstätten in Indien, Australien und China.

Hessonit orangeroter Stein aus der Granat-Gruppe; Mohshärte: 7; Fundorte sind Sri Lanka, Brasilien, Indien und Kanada.

Howlith Mohshärte: 3-3,5; Farbe: undurchsichtig weiß mit grauen oder braunen Adern, wird oft künstlich gefärbt und als Türkisimitation verwendet.

Hyacinth (oder Hyazinth) gelbroter bis rotbrauner Zirkon; Zirkonium-Silikat, Mohshärte: 6,5-7,5; alle Zirkone haben große Brillanz und Feuer gemein.

I

Imperial-Jade durch Beimengung von Chrom smaragdgrün gefärbter Jadeit; auch Kaiser- oder Königsjade; begehrteste Jade-Varietät.

Imperial-Topas orangeroter Topas aus Brasilien.

Indigolith Bezeichnung für einen blauen bis blaugrünen Turmalin.

Iolith Synonym: Cordierit, Dichroit oder Wassersaphir; Farbe: blau, violett, farblos; Mohshärte: 7-7,5; Fundorte sind Indien, Madagaskar, Brasilien und Sri Lanka.

J

Jade Oberbegriff für Jadeit und Nephrit; Farbe: grün, aber auch weiß, gelb, braun und bläulich; begehrteste Farbe ist smaragdgrün; Fundorte sind China, Japan, Kanada und Mexiko; Jade sollte nicht im Ultraschall und in Silbertauchbädern gereinigt werden.

Jaspis Quarz-Gruppe; Mohshärte: 6,5-7; Farben: alle Farben, streifig oder gefleckt; Varietäten des Jaspis sind: Blutjaspis, Hornstein, Landschaftsjaspis, Mookait; Verwendung für kunstgewerbliche Gegenstände und zu Schmuckzwecken; Fundorte: Indien, Brasilien und USA.

Jet siehe Gagat.

K

Kamee Bezeichnung für ein erhaben geschnittenes Relief; meist wird ein Profilbild in eine Muschelschale oder einen Lagenstein graviert. Schmuckstücke mit Kamee>>

Karat veraltete Bezeichnung für das Mischungsverhältnis von Edelmetall und anderen Zusatzmetallen in einer Legierung; 14 Karat bedeutet beispielsweise, dass in einer Legierung von 24 Teilen 14 Teile aus Gold bestehen, der Rest ist Zusatzmaterial; der Feingehalt wird heute in Tausendstelteilen angegeben, z.B. Gold 585/000.

Karneol Quarz-Gruppe, wird zu den Chalcedonen gezählt; Farbe: orangerot, braunrot; Mohshärte:7; Farbgebende Substanz ist Eisen. Schmuckstücke mit Karneol>>

Kaschmir-Saphir Handelsbezeichnung für die feinste und begehrteste Saphirfarbe; wurde ursprünglich in Kaschmir/Indien abgebaut.

Katzenauge Überbegriff für alle Steine, die eine „Chatoyance" (Lichterscheinung auf der Oberfläche, die an das Auge einer Katze erinnert) aufweisen; hervorgerufen durch eingelagerte Fasern, Nadeln oder Hohlräume; tritt beispielsweise bei Chrysoberyll, Mondstein, Turmalin und Beryll auf.

Königskette komplizierte Arbeitstechnik, bei der runde Ösen zu einer kompakten Kette zusammengefügt werden; massiv oder maschinell hergestellt; auch hohl gearbeitet bzw. kordiert und geschliffen.

Koralle organische Substanz; bestehend aus Calciumcarbonat; schwarze und goldene Korallen bestehen aus Hornsubstanz; Korallen entstehen durch kleine Polypen, die Riffe, Atolle oder Korallenbänke bilden; lange Wachstumsphasen; Farbe: weiß, blau, rot, schwarz; Unterteilung in Edelkoralle (Mittelmeer- und Fernostkoralle) sowie in gemeine Koralle oder Schmuckkoralle (Bambuskoralle, goldene Koralle, Apfelkoralle, weiße Koralle, blaue Koralle und schwarze Koralle). Korallen sollten nicht mit Chemikalien wie Haarspray, Färbemittel, Bodylotion, Sonnenmilch, Haushaltsreiniger oder auch Speiseessig in Kontakt gebracht werden. Schmuckstücke mit Koralle>>

Korund Aluminiumoxid; Mohshärte: 9; Farbe: alle Farben möglich; alle roten Varietäten des Korunds werden dem Rubin zugerechnet, die andersfarbigen (farblos, gelb, orange, hellrosa, violett, blau, grün und schwarz) dem Saphir.

Kulturperle (oder Zuchtperle) bezeichnet eine durch Zutun des Menschen entstandene Perle, gleichgültig ob diese im Süßwasser (Flüsse oder Seen) oder im Salzwasser entstanden ist; das Verfahren Perlen zu züchten wurde in den 1920er Jahren durch den Japaner Mikimoto begründet; seither wurden die Verfahren und vor allem die Ergebnisse immer weiter verbessert; die Größe und Form der fertigen Perle lassen sich aber trotz Züchtung nicht genau vorhersagen, viele Faktoren wie z.B. Muschelart, Wassertemperatur und -qualität sowie Zeitdauer sind dafür ausschlaggebend; die Zusammensetzung ist aber immer die gleiche: Perlen bestehen aus Calciumcarbonat, organischer Substanz sowie Wasser. Schmuckstücke mit Kulturperlen>>

Kunzit Schmuckstein aus der Spodumen-Gruppe; kommt in Zartrosa und Hellviolett vor; Mohshärte: 6,5-7; wurde erst zu Beginn des 20. Jhdts. analysiert; der Kunzit sollte nicht direktem Sonnenlicht oder Solarium ausgesetzt werden, da die Farbe verblassen kann; bei Haushaltsarbeiten sollte Schmuck mit Kunzit abgelegt werden.

Kupfer relativ weiches, zähes, gut verformbares, orangerotes Metall; guter Wärme- und Stromleiter; Verwendung findet Kupfer bei Elektroinstallationen, Münzen und Essbesteck. Des weiteren ist es ein wichtiger Bestandteil in Metalllegierungen wie z.B. in Messing (Legierung mit Zink), Bronze (Legierung mit Zinn) sowie als Zusatzmetall in Gold- und Silberlegierungen.

Kyanit (Cyanit) Synonym Disthen; Farbe: blau bis farblos, blaugrün, braun; innerhalb des Steines unterschiedliche Härte (4,5-7) und Spaltbarkeit; Fundorte sind Brasilien, Kenia, Myanmar, Österreich und Schweiz; Ultraschallreinigung sollte vermieden werden; auf die Psyche soll der Kyanit eine positive Wirkung haben und beruhigend auf das Nervensystem wirken.

L

Labradorit Schmuckstein der Feldspat-Gruppe; Farbe: dunkelgrau, grauschwarz mit lebhaftem Farbspiel – häufig blaue und grüne Effekte (diese Erscheinung nennt man „labradorisieren"); benannt nach der Halbinsel Labrador/Kanada; Fundorte: Kanada, Australien und Mexiko.

Lagenstein zweischichtiger Chalcedon, in welchen verschiedene Motive (Monogramme, Symbole oder Wappen) vertieft oder erhaben geschnitten werden.

Landschaftsachat Achat mit landschaftsähnlichen Dendritenzeichnungen.

Lapislazuli Farbe: blau, violett, grünlichblau; Mohshärte: 5-6; oft metallischer Schimmer durch Pyrit- Einlagerungen; Vorkommen: Afghanistan, Chile; Funde belegen, das Lapislazuli schon 5000 v.Chr. für Schmuckzwecke verwendet wurde, ihm wird nachgesagt, dass er krampflösend, konzentrationsfördernd und beruhigend wirken soll.

Lazulith (Blauspat) Farbe: himmelblau bis blaugrün; Mohshärte: 5-6; seltener Stein; Vorkommen: Angola, Bolivien, Brasilien, Österreich.

Legierung Mischung aus mindestens zwei Metallen; die erste vom Menschen hergestellte Legierung ist Bronze (Kupfer-Zinn) um ca. 3000 v. Chr.; für Schmuckzwecke werden vor allem Gold-Silber-Kupfer und Silber-Kupfer Legierungen mit unterschiedlichen, gesetzlich festgelegten Feingehalten hergestellt.

Leukosaphir farbloser Saphir; aus dem Griechischen „leuko" – „weiß".

M

Madeira-Citrin Handelsbezeichnung für einen rotbraun-orangebraunen Citrin, Namensgebung in Anlehnung an die Farbe von Madeirawein.

Malachit wasserhaltiges Kupferkarbonat; Mohshärte: 3,5-4 ; Farbe: hell-dunkelgrün gebändert; beliebter Stein für Schmuckzwecke und Dekorationsgegenstände.

Markasit Eisensulfit; der im Handel in Markasitschmuck verwendete Stein ist meist ein Pyrit; dieser dem Markasit ähnliche Schmuckstein besitzt bessere Verarbeitungseigenschaften. Schmuckstücke mit Markasiten>>

Marquise (Navette) schiffchenförmiger Schliff mit Facetten. Diamant Qualitätstabelle>>

Messing Legierung aus Kupfer und Zink.

Milanaise nach „Mailänder Art" hergestelltes Armband aus dichtem Drahtgeflecht; durch die feingliedrige Ausführung besitzt es textilen Charakter.

Milchopal durchscheinend weißlicher Opal, zeigt meist kein Opalisieren.

Milchquarz milchig weißer Quarz; teilweise durchscheinend; Mohshärte: 7.

Mondstein Schmuckstein der Feldspat-Gruppe; Kalium-Aluminium-Silicat; Farbe: farblos; Mohshärte: 6-6,5; charakteristisch ist der mondscheinähnliche weiße Schimmer; meist als Cabochon geschliffen; Mondstein sollte nicht im Ultraschall gereinigt und von Haushaltsreinigern ferngehalten werden.

Moosachat farbloser Chalcedon mit grünen, moosartigen Einschlüssen; Mohshärte: 7.

Mohshärte Ritzhärteskala; benannt nach dem Wiener Mineralogen Friedrich Mohs (1773-1839); bezeichnet den Widerstand, den ein Mineral durch Ritzen einem anderen scharfkantigen Gegenstand entgegenbringt; wird in einer Skala von 1 (weich) bis 10 (Diamanthärte) dargestellt; z.B.: 1 Talk, 2 Gipsspat, 7 Quarz, 8 Topas, 9 Korund und 10 Diamant. Siehe Mohshärte Tabelle.

Morganit rosa oder lachsfarbener Edelberyll; Aluminium-Beryllium-Silicat; benannt nach dem amerikanischen Bankier und Mineralien-Sammler J.P. Morgan; Mohshärte: 7,5-8; Fundorte: Brasilien, Madagaskar, China.

Muschelkamee in die Schale einer Meeresschnecke geschnittenes Relief, oft wird als Motiv ein Frauenkopf oder eine Landschaft abgebildet; sollte nicht im Ultraschall gereinigt werden.

N

Navette s. Marquise

Nephrit Stein der Jade-Gruppe; Calcium-Magnesium-Eisen-Silicat; Farbe: meist grün, aber auch alle anderen Farben möglich; Mohshärte: 6-6,5; im antiken Griechenland wurde der Nephrit als Heilstein verwendet, dies hat ihm auch seinen Namen eingebracht (griech. „Nierenstein"); die Anwendung bei Nierenproblemen ist ihm bis heute erhalten geblieben.

Neugold Unedelmetall; Legierung aus Kupfer und Zinn; messingähnliches Aussehen; vielfach in altem Granatschmuck eingesetzt.

Nickel silbrig-weißes Metall; wichtiger Legierungszusatz, v.a. zur Stahlveredelung; häufig allergieauslösend, daher ist die Beimengung in Schmuck und Uhren verboten, sobald es messbar abgegeben wird (Nickelverordnung); früher häufig für Weißgoldlegierungen verwendet (Nickelweißgold).

O

Obsidian natürliches Glas; Mohshärte: 5; Farbe: schwarz, grau und braun, oft mit goldfarbenem oder silbernem Schimmer; Schneeflockenobsidian mit schneeflockenartigen Einschlüssen; Regenbogenobsidian weist ein schillerndes Farbspiel auf.

Olivin s. Peridot.

Onyx Chalcedon; Farbe: schwarz; Mohshärte: 7; Onyx bedeutet im griechischen „Fingernagel", wahrscheinlich aufgrund der mangelnden Transparenz; von den Indianern wurde er als starker Schutzstein verehrt. Schmuckstücke mit Onyx>>

Opal zu den Opalen zählt man die Edelopale mit ihrem regenbogenartigen Schimmer, die orangeroten Feueropale und die Gemeinen Opale. Mohshärte: 5,5-6,5; wasserhaltiges Siliciumdioxid; zu den wertvollsten Opalen zählen Boulderopal, schwarzer Opal und Feueropal. Opale sind generell recht empfindliche Steine und sollten vor Kosmetika, Reinigungsmitteln und großer Hitzeeinwirkung ferngehalten werden.

Orangegold Gold-Silber-Kupferlegierung, die ins Orange geht.

P

Pampel Schliffform; längliche Tropfen mit rundem Querschnitt; oft als Anhängerteil bei Ohrringen und Colliers verwendet.

Panzerkette Kette, deren Glieder flach liegend ineinander greifen; weitere Formen sind Doppelpanzer und Flachpanzer. Panzerketten>>

Padparadscha seltener, orangefarbener Saphir; Bedeutung des Wortes auf Singhalesisch: „Lotusblüte".

Palladium silberweißes Edelmetall, zur Platingruppe gehörend; nicht oxidierend, hauptsächlich als Zusatz bei Weißgold- und Platinlegierungen verwendet, wird aber zunehmend auch als eigenständiges Schmuckmaterial verwendet; sehr gute Trageeigenschaften.

Pavéfassung Fassungsart, bei der Steine dicht an dicht in das Schmuckstück gesetzt werden, wobei möglichst wenig Metall sichtbar sein sollte; vor allem mit Brillanten ausgefasste Flächen geben dem fertigen Schmuckstück ein strahlendes Aussehen.

Pendeloque Schliffform, vom Französischen „pendule": „Pendel"; Tropfenform; meist facettiert.

Peridot auch Chrysolith oder Olivin; Magnesium-Eisen-Silikat; Farbe: gelbgrün, olivgrün; Mohshärte: 6,5-7; Fundorte: Australien, Brasilien, China und Kenia; historische Lagerstätten des Peridot finden sich auf der Vulkaninsel Zebirget im Roten Meer; diese Lagerstätten wurden bereits vor 3.500 Jahren ausgebeutet; wichtiger Schmuckstein im sakralen Bereich; der Peridot soll sich positiv auf das innere Gleichgewicht auswirken und eine lebensbejahende Einstellung fördern. Schmuckstücke mit Peridot>>

Perle Perlen entstehen im Inneren von Schalenweichtieren (Austern) und bestehen zu einem großen Prozentsatz aus Calciumcarbonat sowie aus einer Hornsubstanz und Wasser; natürlich entstandene Perlen werden auch als Orientperlen bezeichnet, Handelsbezeichnungen für gezüchtete Perlen sind etwa Kulturperle, Zuchtperle, Akoyakulturperle, Südsee- und Tahitikulturperle; es kann etliche Jahre dauern bis eine Perle von ansprechender Größe entsteht; die Qualitätseinteilung erfolgt aufgrund der Form, Größe, Farbe, Lüster, Oberflächenbeschaffenheit und bei Kulturperlen der Schichtstärke; Farbe: weiß, rosé, creme, grau, bräunlich, gold, aubergine, schwarz; da Perlen aus organischem Material bestehen, sollte man den Kontakt mit Säuren, Laugen, Chemikalien, Bodylotions, Haarsprays usw. vermeiden. Es empfiehlt sich, Perlenschmuck nach dem Tragen mit einem feuchten Tuch sanft abzureiben und getrennt von anderen Schmuckstücken aufzubewahren. Perlenschmuck>>

Perlmutt Naturprodukt aus den Gehäusen von Schnecken und Muscheln; Farben: weiß, grau mit schillernder Oberfläche; das Perlmutt der „Pauamuschel" zeigt ein sehr interessantes Farbenspiel in Blaugrün. Schmuckstücke & Uhren mit Perlmutt>>

Plaqué dünne Edelmetallauflage, welche auf elektrolytischem Wege (mittels Galvanik) auf ein Grundmaterial aufgetragen wird.

Platin relativ weiches und gut dehnbares Edelmetall von hellgrauer Farbe; Luft-, Wasser- und Säurebeständig; gute Trageeigenschaften; hohe Dichte; durch den hohen Schmelzpunkt wurde die Bearbeitung von Platin erst Mitte des 19. Jhdts. durch die Erfindung der Knallgasflamme möglich.

Pique a jour Fensteremail; in die Zwischenräume von Metallstegen wird Email aufgebracht und eingeschmolzen.

Prasem auch Smaragdquarz; Quarz-Gruppe; sehr seltene, lauchgrüne Varietät.

Prehnit Calcium-Aluminium-Silicat; Farbe: gelblichgrün, olivgrün, Mohshärte: 6-6,5; Vorkommen: Südafrika, USA, China und Australien.

Pyrit Eisensulfid, Pyrit bedeutet im Griechischen „Feuer", weil er beim Anschlagen Funken sprüht; Mohshärte: 6-6,5; Farbe: graugelb, messingfarben; häufig zu „Rosen" geschliffen und in Trachtenschmuck verarbeitet; auch sogenannte „Pyritsonnen" (runde, radialstrahlige Scheiben) kommen in der Natur vor.

Pyrop Granat-Gruppe; Farbe: rotbraun, rot, braunrot; Fundorte: Argentinien, Australien, Brasilien, Tschechien.

Q

Quarz kristallisierte Kieselsäure (Siliciumdioxid); Gruppe von Mineralien mit gleicher chemischer Zusammensetzung und ähnlichen physikalischen Eigenschaften; Mohshärte: 7; Wortstamm aus dem Slawischen für „hart"; z.B. Amethyst, Bergkristall, Citrin, Achat, Karneol, Jaspis und Moosachat, wichtige und große Gruppe an Schmucksteinen.

Quarzkatzenauge Quarz mit stengeligen Hornblendeeinlagerungen, die einen Lichtschein in der Form eines Katzenauges auf der Oberfläche ergeben („Chatoyance").

Quartz englisch und französisch für Quarz. Quarzuhren>>

R

Rauchquarz Quarzgruppe; Siliciumdioxid; Mohshärte: 7; Farbe: braun, rauchgrau; die Farbe entsteht durch radioaktive Bestrahlung (natürlich oder künstlich); Fundorte sind Brasilien, Madagaskar, Russland und die USA; der Rauchquarz soll helfen, Emotionen wie Trauer und Niedergeschlagenheit hinter sich zu lassen. Diese Nutzung lässt sich bis in die Zeit des antiken Roms belegen. Schmuckstücke mit Rauchquarz>>

Raute Schliffform; Begriff für einen pyramidenförmig geschliffenen, facettierten Stein ohne Unterkörper, vor allem Diamanten werden in dieser Art geschliffen.

Rhodium teuerstes Edelmetall aus der Gruppe der Platinmetalle; sehr widerstandsfähig; Silber- und Weißgoldschmuckstücke werden galvanisch mit Rhodium überzogen, um Verfärbungen zu vermeiden und einen einheitlich schönen, hellen Glanz zu erhalten.

Rhodochrosit Mangancarbonat; Mohshärte: 4; Farben: himbeerrot bis rosenrot; Fundorte sind Argentinien, Chile, Mexiko; keine Reinigung im Ultraschall, bei Hausarbeiten sollte Schmuck mit Rhodochrosit abgelegt werden.

Rhodolith Granat-Gruppe; Mischkristall zwischen Pyrop und Almandin.

Rhodonit Calcium-Mangan-Siliciumoxid; Farben: rosa mit schwarzen Einlagerungen aus Manganoxid; Mohshärte: 5,5-6,5.

Rivière französisch "Fluss"; Aneinanderreihung von Steinen, die dicht an dicht aneinander gereiht in je einer Fassung gefasst sind; optisch soll dies eine fließende Form ergeben.

Rosenquarz Quarz-Gruppe; Farben: blassrosa bis kräftig rosa, meist etwas milchig; Mohshärte: 7; oft als Cabochon geschliffen; seit der Antike wird der Rosenquarz als Stein der Liebe verehrt. Schmuckstücke mit Rosenquarz>>

Rotgold Schmucklegierung aus Gold und den Legierungszusätzen Kupfer und Silber, wobei das Kupfer über dem Silber dominiert und dem Gold die ansprechende Farbe verleiht. Die gesetzlichen Feingehalte müssen natürlich eingehalten werden. Wird weniger Kupfer zugefügt, so erhält man einen helleren Farbton, das Roségold. Roségoldschmuck>>

Rubellit Bezeichnung für einen rosaroten Turmalin; Farbe kann bis ins Rubinrote reichen; Mohshärte: 7-7,5.

Rubin Korundgruppe; besteht aus Aluminiumoxid mit farbgebenden Beimengungen von Chrom; Mohshärte: 9; Farben: rot in verschieden Tönungen; am begehrtesten ist das sogenannte "Taubenblutrot", ein tiefes Rot mit einem Stich ins Bläuliche; Einschlüsse sind häufig, dazu zählen auch Rutilnadeln, die einen zarten Schimmer bewirken können, sowie bei Cabochonschliff den begehrten Asterismus; Fundorte sind z.B. Myanmar; Thailand, Sri Lanka und Indien; nicht zuletzt seiner roten Farbe wegen kann der Rubin als Heilstein für Blut und Blutgefäße eingesetzt werden. Schmuckstücke mit Rubin>>

Rundiste oder Rondiste dünner Trennrand des Ober- und Unterteils bei geschliffenen Steinen. Diamant Qualitätstabelle>>

Ruthenium Platinmetall von grauweißer Farbe; hart und sehr spröde.

S

Saatperle natürlich entstandene oder gezüchtete Perle von geringer Größe (bis ca. 2 mm).

Santa Maria Bezeichnung für Aquamarine feinster Qualität; benannt nach der gleichnamigen Mine in Brasilien.

Saphir Korundgruppe; Aluminiumoxid; Farben: blau in verschiedenen Tönungen, farblos, rosa, orange, gelb, grün, violett und schwarz; Mohshärte: 9; die unterschiedlichen Farben entstehen durch Beimengung von verschiedenen Metalloxiden, z. B. Eisen, Titan, Chrom und Vanadium; beste Farbqualität ist das sogenannte Kornblumenblau. Schmuckstücke mit Saphir>>

Sarder Quarzgruppe, rotbraune Chalcedon-Varietät.

Sard-Onyx Quarzgruppe, Siliciumoxid; Farben: schwarz mit weißen Streifen.

Schlangenkette einheitliches und kompaktes Erscheinungsbild; sehr bewegliche Kettenglieder; auch geschliffen mit der Bezeichnung „diamantiert" im Handel. Schlangenketten>>

Schmuckstein früher auch als Halbedelstein bekannt; Abgrenzung zu den Edelsteinen (Diamant, Korund, Smaragd und Aquamarin) aufgrund der etwas geringeren Härte; Schmucksteine besitzen eine ansprechende Farbe, eine für die Verarbeitung ausreichende Härte und werden sehr gerne zu Schmuckstücken verarbeitet. Schmuckstücke mit Schmucksteinen>>

Schneeflockenobsidian siehe Obsidian

Schwarze Koralle besteht aus horniger Substanz; baumähnliche Struktur; unter Artenschutz.

Serpentin Magnesium-Silicat; Mohshärte: 2,5-5,5; Farbe: grün-gelblich; Fundorte: Afghanistan, China, Neuseeland, USA.

Silber silbrigweißes, gut dehnbares Edelmetall; guter Wärme- und Elektrizitätsleiter; Verwendung in der Elektroindustrie, für die Schmuckherstellung, für Münzen und Tafelsilber. Silberschmuck>>

Smaragd Beryllgruppe; Aluminium-Beryllium-Silicat; Farben: grün; Mohshärte: 7,5-8; farbgebende Substanz ist Chrom; am begehrtesten ist ein tiefes, leuchtendes Grün; Einschlüsse kommen beim Smaragd häufig vor, das Einschlussbild wird auch als „jardin" (französisch für Garten) bezeichnet. Sie sind nicht zwangsläufig wertmindernd, sondern stellen eigentlich ein Echtheitsmerkmal dar; Fundorte: feinste Qualitäten kommen aus Kolumbien, sonst Australien, Indien, Madagaskar, Namibia, Pakistan sowie im österreichischen Habachtal; aufgrund seiner Kristallstruktur sollte Smaragd nicht in den Ultraschall gegeben werden. Schmuckstücke mit Smaragd>>

Smaragdschliff auch Treppenschliff oder Emerald Cut; speziell für den druckempfindlichen Smaragd entwickelter Schliff; rechteckige Grundform mit abgeschrägten Ecken.

Sodalith Natrium-Aluminium-Silicat; Farbe: dunkelblau-grau; Mohshärte: 5,5-6; häufig mit weißen Adern aus Calcit durchzogen; Fundorte: Brasilien, Indien, Kanada, China; Sodalith soll das logische Denkvermögen aktivieren sowie Selbstvertrauen vermitteln.

Sonnenstein auch Aventurinfeldspat; Feldspatgruppe; Natrium-Calcium-Aluminium-Silicat; Farbe: rotbraun mit glitzernden Einschlüssen; Mohshärte: 6-6,5; Fundorte: Indien, Kanada, Norwegen, Russland.

Spessartin Granat-Gruppe; Farben: orange bis orangebraun.

Spinell Magnesium-Aluminium-Oxid; Farbe: rot, gelb, braun, blau, grün und schwarz; Mohshärte: 8; Fundorte: Myanmar, Sri Lanka, Afghanistan, Australien und Brasilien.

Spodumen Lithium-Aluminium-Silicat; zum Spodumen werden die beiden Varietäten Hiddenit und Kunzit gezählt.

Sterlingsilber Bezeichnung für Silberlegierung 925/000; d.h. von 1000 Gewichtsanteilen sind 925 Anteile Feinsilber, der Rest besteht aus dem Zusatzmetall Kupfer; die am häufigsten für Schmuck verwendete Legierung; benannt nach der englischen Bezeichnung für Pfund, dem „Sterling".

Strass Diamantimitationsstein aus Bleiglas; benannt nach dem Erfinder G. F. Strass.

Südseezuchtperle besonders große Kulturperlen, die in den warmen Meeresgewässern um Australien, Thailand und Indonesien gezüchtet werden; Farben: weiß, rosé, grau, creme und gold; Größe ca. 8-15 mm.

Synthese künstlich hergestellter Stein mit einem natürlichen Vorbild; besitzt auch die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften wie das natürliche Vorbild.

T

Tafel bei vielen Schliffarten vorkommende, auf der Oberseite eines Steines befindliche Facette, die bei Draufsicht einen großen Teil der Oberfläche ausmacht.

Tahitikulturperle besonders schöne und hochwertige Kulturperlen, die in der schwarzlippigen Auster (Pinctada margaritifera) in den Meeresgewässern um Französisch-Polynesien gezüchtet werden; Farben: grau, grün, schwarz und aubergine; Größe: ca. 8-20 mm. Schmuckstücke mit Tahitikulturperlen>>

Tansanit Zoisit-Gruppe; Calcium-Aluminium-Silicat; Farben: saphirblau, violett; Mohshärte: 6,5-7.

Tigerauge Quarz-Gruppe; Siliciumdioxid; Mohshärte: 6,5-7; Farben: beige-goldbraun; Verwitterungsprodukt des Falkenauges.

Topas fluorhaltiges Aluminiumsilicat; Mohshärte: 8; Farben: farblos, gelb, rotbraun, hellblau, rosenrot, violett, hellgrün; farbgebende Substanzen sind Eisen und Chrom; orangerote Topase werden auch als „Imperialtopase" bezeichnet; durch radioaktive Bestrahlung lassen sich z. B. intensiv blaue Steine erzeugen; Fundorte: Brasilien, Australien, USA; aufgrund seiner Spaltbarkeit sollte man den Topas nicht im Ultraschall reinigen. Schmuckstücke mit Topas>>

Trapiche-Smaragd Bezeichnung für einen speziellen, in Kolumbien vorkommenden Smaragd mit räderartigen Verwachsungen mehrerer Kristalle.

Triplette zusammengesetzter Stein aus echten und/oder künstlichen Komponenten; häufig bei Opal verwendet.

Tsavolith oder Tsavorith; Granat-Gruppe; grüner Grossular; erst 1974 entdeckte Varietät; grüne bis smaragdgrüne Farbe.

Türkenkopf mehrfarbiger Turmalin mit einem roten Kopf.

Türkis Kupfer-Aluminium-Phosphat; Mohshärte: 5-6; Farbe: himmelblau, grünblau, apfelgrün; farbgebende Substanz sind Kupfer und Eisen; oft wird der Türkis von dunkelgrauen oder schwarzen Adern, der sogenannten „Matrix" durchzogen; Türkis sollte nicht mit Ölen, Kosmetika und Reinigungsmitteln in Kontakt kommen; wichtiger Schutz- und Heilstein der Indianer; der Türkis soll außerdem Selbstvertrauen und Tatkraft unterstützen. Schmuckstücke mit Türkis>>

Turmalin komplexe chemische Zusammensetzung; Mohshärte: 7-7,5; das singhalesische Wort „turamali" bedeutet soviel wie „Stein mit gemischten Farben"; Handelsbezeichnungen sind z.B.: Rubellit (rosa bis rot), Indigolith (blau), Verdelith (grün), Schörl (schwarz), Achroit (farblos), Dravit (braun).

U

Uwarowit Granat-Gruppe; smaragdgrüner Granat; benannt nach einem russischen Staatsmann; Fundorte: Finnland, Indien, Kanada, Russland.

V

Venezianerkette Kettenform mit eckigen Gliedern, die abwechselnd rechts und links ineinandergreifen. Venezianerketten>>

Verlobungsring als klassischer Verlobungsring gilt der Brillantsolitär, also ein Ring mit einem einzelnen Brillanten, meist in Krappenfassung gefasst. Eine weitere beliebte Variante ist der Memoryring, hier werden in der Ringschiene Brillanten dicht an dicht gereiht. Entweder wird der Ring bereits zur Verlobung mit Brillanten ausgefasst geschenkt oder er wird – seinem Namen gerecht werdend – mit nur einem Stein überreicht und die restlichen Brillanten werden zu verschiedenen Anlässen wie Hochzeit, Geburt, Geburtstag etc. nachträglich eingesetzt. Verlobungsringe>>

Vesuvian Calcium-Aluminium-Silicat; Farben: grün, gelbbraun, hellblau; Mohshärte: 6,5.

W

Wassersaphir Iolith

Walliskette hohle, gedrehte Kettenglieder werden so aneinander gelötet, dass ein kordelartiges Erscheinungsbild entsteht.

Weißgold verschiedene Legierungszusätze wie z.B. Palladium entziehen dem Gold seine gelbe Farbe und entfärben es; Palladiumweißgold wird z. B. gerne für Fassungen verwendet, weil es hierfür gute Verarbeitungseigenschaften besitzt; früher wurde häufig Nickel zulegiert, dies ist aber aufgrund der allergenen Wirkung seit einigen Jahrzehnten untersagt. Schmuck aus Weißgold>>

Y

YAG Yttrium-Aluminium-Granat; künstlich hergestellter Diamantimitationsstein.

Z

Zellenemail auch email cloisisonné oder Zellenschmelz; Stege aus Metall bilden ein Ornament, die Zwischenräume werden mit Email ausgefüllt.

Zink bläulich weißes, unedles Metall; Verwendung hauptsächlich als Legierungsmaterial etwa in Messing, in Verbindung mit Kupfer.

Zinn Legierungsmetall mit Kupfer zu Bronze.

Zirkon Zirkonium-Silicat; Mohshärte: 6,5-7,5; Farben: farblos, gelb, braun, orange, rot, violett, blau und grün; wurde lange Zeit als wichtiger Diamantimitationsstein eingesetzt; unterscheidet sich vom Diamant durch geringere Härte und eine starke Doppelbrechung.

Zirkonia synthetisch hergestellter Diamantimitationsstein; wird neben der farblosen Variante auch in vielen verschiedenen Farben produziert.

Zoisit Schmucksteingruppe, zu der der Tansanit und der Thulit zählen.

Zuchtperle oder Kulturperle, durch Zutun des Menschen entstandene Perle, siehe auch Perle.

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