Shades of Blue: die Welt der blauen Edelsteine
Blaue Edelsteine und Schmucksteine faszinieren durch ihre Tiefe, Eleganz und Symbolkraft. Die blaue Farbe in Edelsteinen entsteht durch Spuren von Mineralien oder Metallen wie Titan, Eisen oder Kupfer im Kristallgitter des Steins. Je nach Zusammensetzung und Struktur ergibt sich ein anderes Farbspektrum. Die Welt der Edelsteine bietet eine breite Palette von Blautönen, die wir Ihnen im Folgenden übersichtlich zusammengestellt haben.
Wertfaktoren blauer Edelsteine
Der Wert blauer Edelsteine wird maßgeblich durch vier Hauptkriterien bestimmt: Farbe, Klarheit, Schliff und Seltenheit. Besonders gefragt sind Edelsteine mit intensivem, gleichmäßigem Blau – je satter und reiner die Farbe, desto höher der Preis. Als der wertvollste blaue Edelstein der Welt gilt der Kaschmir-Saphir: Er ist extrem selten und zeichnet sich durch einen intensiv leuchtenden Blauton mit einem Hauch von Violett aus. Auch die Transparenz spielt eine wichtige Rolle: Während bei Edelsteinen bzw. Farbsteinen Einschlüsse als Makel gelten, können sie bei bestimmten Schmucksteinen – wie etwa Lapis Lazuli mit seinen goldfarbenen Pyrit-Einschlüssen – sogar den Charakter und damit den Wert unterstreichen. Der Schliff beeinflusst nicht nur die Brillanz der transparenten Edelsteine, sondern auch, wie lebendig der Farbton zur Geltung kommt. Nicht zuletzt ist auch die Seltenheit entscheidend: der Saphir beispielsweise ist viel seltener und damit, bei guter Qualität, im Allgemeinen auch kostbarer als häufiger vorkommende Steine wie Topase oder Aquamarine.
Der Unterschied zwischen Edelstein, Farbstein und Schmuckstein - leicht erklärt
Die Begriffe Edelstein, Farbstein und Schmuckstein werden im Alltag oft synonym verwendet – doch es gibt hier feine, aber wichtige Unterschiede, vor allem im Fachjargon der Gemmologie. Edelsteine sind besonders hochwertige Mineralien oder Gesteine, die folgende Kriterien erfüllen:
Sie sind extrem selten
Sie weisen eine hohe Härte auf (8-10 auf der Mohs-Skala)
Sie heben sich durch ihre ästhetische Wirkung deutlich ab (Farbe, Glanz, Transparenz)
Die klassischen „großen Vier“ unter den Edelsteinen sind der Diamant, der Saphir, der Rubin und der Smaragd. Nur diese vier wertvollen Steine dürfen im strengen Sinne als Edelsteine bezeichnet werden.
Farbsteine sind eine Unterkategorie der Edelsteine – nämlich alle Edelsteine außer dem farblosen Diamanten. Dazu zählen z. B.: der Saphir (in Blau, aber auch in Gelb, Rosa, etc.), der Rubin, der Aquamarin, der Amethyst u.a.
Farbsteine können in manchen Fällen je nach Farbe, Transparenz und Seltenheit ähnlich wertvoll wie Diamanten sein, ihr Wert hängt aber stärker von Trends und der aktuellen Nachfrage ab und ist damit unbeständiger.
Schmuckstein ist der weiteste Begriff und schließt sowohl Edelsteine als auch weniger wertvolle oder weichere Materialien ein, die zur Schmuckherstellung verwendet werden. Dazu gehören beispielsweise Halbedelsteine wie Granat, Peridot oder Topas sowie weichere Steine und organische Stoffe wie Lapislazuli, Türkis, Bernstein, Perlen oder Korallen. Ein Schmuckstein muss also nicht zwingend selten oder hart sein – wichtig ist hier nur seine ästhetische Wirkung.
Amazonit
Der Amazonit ist ein häufig vorkommender Schmuckstein. Die größten Vorkommen finden sich in Brasilien, Indien, Kenia und Madagaskar. Die Farbe dieses beliebten Steines ist grün bis bläulichgrün.
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Aquamarin
Der Name des Aquamarins leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet „Wasser des Meeres". Die bedeutendsten Lagerstätten des Aquamarins befinden sich in Brasilien, des Weiteren auch in Australien, China und Indien. Die charakteristische Farbe des Aquamarins ist blassblau, sie kann aber auch dunkelblau oder blaugrün sein. Durch Erhitzen kann eine Farbverbesserung von hellen Steinen erzielt werden, sie erhalten dadurch einen schönen, tiefen Blauton. Der Aquamarin gilt als Symbol eines klaren Verstandes. Er ist der Geburtsstein des Monats März.
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Iolith
Der Name dieses Steines setzt sich aus dem griechischen "ion" (=Veilchen) und "lithos" (=Stein) zusammen. Er wird auch Wassersaphir, Veilchenstein oder Dichroit genannt. Aufgrund seines sehr stark ausgeprägten Pleochroismus (Farbwechsel je nach Licht und Blickwinkel) kann Iolith sehr leicht von anderen blauen Edelsteinen unterschieden werden. Nur in ganz seltenen Einzelfällen ist seine Farbgebung so intensiv blau-violett, dass er mit dem hochwertigeren Tansanit verwechselt werden kann.
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Kyanit
Der Kyanit wird auch Disthen genannt und zeichnet sich durch seine intensive blaue bis blaugrüne Farbe aus. In seiner reinen Form ist Kyanit aber eigentlich ein farbloses Mineral. Die Besonderheit: der Kyanit weist in vertikaler und horizontaler Richtung eine unterschiedliche Mohshärte (4,5-7) und Spaltbarkeit auf. Die Verarbeitung in der Schmuckherstellung erfordert daher ein besonders hohes Know-how. Die wichtigsten Fundorte sind Brasilien, Kenia, Myanmar, Österreich und die Schweiz. Eine Ultraschallreinigung sollte bei diesem Stein vermieden werden.
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Lapislazuli
Der Lapislazuli zeichnet sich durch seine intensive blaue Farbe und einen metallischen Schimmer aus, der durch Pyrit-Einlagerungen entsteht. Seine typische Maserung verdankt er hingegen der Einlagerung von Calcit. Er kommt hauptsächlich in Afghanistan und Chile vor. Funde belegen, dass Lapislazuli schon 5000 v.Chr. für Schmuckzwecke verwendet wurde. Darüber hinaus diente Lapislazuli früher auch zur Herstellung des kostbaren Farbpigments Ultramarin. Die Farbe des Lapislazuli reicht von blau über violett bis grünlichblau.
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Saphir
"sappheiros" ist das griechische Wort für "blau". Der beliebteste unter den blauen Edelsteinen ist gleichzeitig auch der „himmlischste“ aller Edelsteine: in der Antike glaubte man, der Himmel sei ein riesiger Saphir. Star-Status in der Edelsteinwelt erlangte er als Stein im Verlobungsring von Lady Diana. Je leuchtender die Farbe, desto kostbarer der Saphir. Als Geburtsstein des Monats September steht der Saphir für Unsterblichkeit, Reinheit, Weisheit, Treue, Hoffnung und Freundschaft. Hier erfahren Sie mehr über diesen faszinierenden blauen Edelstein.
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Topas
Der Topas ist mit seiner hohen Mohshärte (8) ein besonders wertvoller Stein. Die Etymologie des Wortes „Topas“ gilt als unsicher. Der griechische Begriff „topazos“ geht möglicherweise auf den Namen einer Insel namens Topazios im Roten Meer zurück. Bedeutende Fundorte sind Brasilien, Australien und die USA. Das Farbspektrum des Topases bewegt sich zwischen farblos, gelb, rotbraun, hellblau, rosenrot, violett und hellgrün. Die farbgebenden Substanzen sind dabei Eisen und Chrom. Orangerote Topase werden auch als „Imperialtopase" bezeichnet. Der Topas ist der Geburtsstein des Monats November. Durch Behandlung lassen sich besonders schöne, intensiv blaue Steine erzeugen. Zu den beliebtesten, auf diese Weise erzeugten Blautönen zählen die Farben "London Blue" (türkis, petrolfarben), "Sky Blue" (heller, zarter Blauton) und "Swiss Blue" (blitzblau).
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Türkis
Die farbgebenden Substanzen von Türkis sind Kupfer und Eisen; oft wird der Türkis von dunkelgrauen oder schwarzen Adern, der sogenannten „Matrix", durchzogen. Türkis sollte nicht mit Ölen, Kosmetika und Reinigungsmitteln in Kontakt kommen. Türkise kommen in den Farben Blau, Blaugrün und Grün vor. Er ist einer der Geburtssteine des Monats Dezember.
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